

Als Grau wird ein Farbreiz bezeichnet, der dunkler als Weiß und heller als Schwarz ist, aber keinen farbigen Eindruck Farbvalenz erzeugt. Grau besitzt keine Buntheit, es ist eine unbunte Farbein, eine, einem, einen, einer, eines
Alle Abstufungen zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz Schwarz-Weiß-Skala werden als Graustufen bezeichnet. Mit den Bezeichnungen neutrale Grautöne, Neutralgrau, Reingrau wird betont, dass kein Farbstich vorliegt.
Farbräume
Grau entsteht in der additiven und in der subtraktiven Farbmischung, wenn die Anteile der jeweiligen Grundfarben gleich sind, aber die Helligkeit weder maximal Weiß noch minimal Schwarz ist.
R = G = B additive Farbmischung ; siehe Graustufentabelle
C = M = Y subtraktive Farbmischung
Im HSV-Farbraum ist Grau ungesättigt und unbunt, dem entsprechend wird die Sättigung null als Grauwert bezeichnet. Ein Wert für den Farbton ist somit nicht definiert, da einzig die Helligkeit über den Grauton entscheidet.
Farbkonstanz
Der Mensch kann bis zu 60 Gao, Zhiyong; Lin, Jiarui; Xu, Bangquan: The affection of grey levels on mutual information based medical image registration Grautöne unterscheiden. In der Fotografie werden Grautöne oft auch als Halbtöne bezeichnet. Allerdings wird die Wahrnehmung des Neutral- Grau durch benachbarte Flächen beeinflusst.
Ein TrueColor-Grafiksystem 24 Bit Farbtiefe kann 256 reine Grautöne anzeigen.Der Gamut, also die technischen Einschränkungen des Wiedergabesystems, begrenzt diese Anzahl. Beispielsweise gibt ein handelsüblicher Monitor selbst bei guter Kalibrierung die Farbwerte unterhalb eines RGB-Wert als reines Weiß wiederCharles Poynton: Color FAQ 11. Mai 2006 . Da dunkles Grau subjektiv als Schwarz und helles Grau subjektiv als Weiß empfunden werden, würde man nur die dargestellten Grauwerte zwischen etwa 10 % – 95 % als „grau“ bezeichnen. Diese Einschränkung gilt sinngemäß auch für die technische Möglichkeit anderer Wiedergabesysteme, etwa bei Kunstdrucken.
Farbnamen
Für verschiedenes Grau mit einem Farbstich gibt es weithin bekannte, alltägliche Namen, Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon 11. Mai 2006 die die Farbe durch Vergleiche kennzeichnen. Einige häufig benutzte Bezeichnungen sind:
Anthrazit, ein dunkles, warmes Graund Vor allem für Kleidung oder Fahrzeuge wird diese Farbbezeichnung eingesetzt, da es nicht Tiefschwarz ist und so den Glanz von Anthrazit-Kohle assoziiert.
Asschgrau, das sehr weißliche kalte Grau einer Holzaschein, eine, einem, einen, einer, eines
Betongrau, auch Zementgrau, eine deutlich gelbliche, mittelhelle Graunuancein, eine, einem, einen, einer, eines
Feldgrau, unterschiedliche Graugrün-Töne, Farbbezeichnung der Uniformen der deutschen Armee vom frühen 20. Jahrhundert bis 1945.
Taubengrau, ein blaustichiges mittleres Graund
Mausgrau, ein visuell neutrales Mittelgrau, von der Empfindung her ist es die „Unfarbe Grau“ schlechthin.
Rauchgrau, dunklere, leicht blaustichige Nuancen.
Schiefergrau, benannt nach dem Farbton von Schiefer.
Silbergrau, impliziert in seinem Ton den changierenden Metallglanz von Silber.
Neutralgrau
Der neutrale graue Farbton, wobei die drei Farbrezeptoren im Auge jeweils mit gleicher Intensität gereizt werden. Die volle Reizung ergibt Weiß, ohne Reizung spricht man von Schwarz.
Grau Alltagssprache
In der Alltagssprache unterscheidet man oft zwischen drei Grautönen: Hell-, Mittel- und dunkelgraund Wenig gesättigte Farben nahe dem Grau werden mit Zusätzen wie blass, hell, weißlich, fahl, matt oder dunkel, schwärzlich benannt.
Kühles Grau – Warmes Grau
Die meisten Menschen empfinden ein „Neutralgrau“, ohne jeglichen Farbstich, als warm. Eine in der Farbwahrnehmung als neutral bezeichnete Nuance ist bläulich. Der Maler bezeichnet als Kühlgrau deutlich blaustichige Graunuancen, etwa die Künstlerfarbe Paynesgraund Dies ist die ideale Farbe um lasierende Schatten darzustellen.
Reizarme Farbe
Generell gilt die Farbe Grau als langweilig, traurig und nichts sagender, die, das, dem, den, des Grau ist unauffällig und steht für etwas Unbedeutendes oder Uninteressantesiehe Sprichwörtlich bezeichnet man etwa eine unscheinbare „farblose“ oder schüchterne Person als graue Maus.
Das diesige Grau eines wolkenverhangenen Himmels signalisiert schlechtes Wetter und eine negative, deprimierende Grundstimmung. Grau steht damit symbolhaft für Eintönigkeit und Trübsinn. In Wendungen wie oder wird Grau in diesem Sinne in Gegensatz zu den positiv besetzten bunten, „strahlenden“ Farben gesetzt.
Das beschreibt das Verschwinden der Individualität in einem nicht mehr zu differenzierenden, gleichförmigen Einerlei. Im Hintergrund steht hier die Erfahrung, dass ein „chaotisches Farbpixelgemisch“ aus der Entfernung betrachtet fast immer grau erscheint.
Unauffälligkeit steht auch bei der Wahl von Grau als Kleidungsfarbe im Vordergrunder, die, das, dem, den, des So war Feldgrau die kurz vor Beginn des 1. Weltkriegs eingeführte erste Tarnfarbe der Uniformen der deutschen Armee und löste in Deutschland die aus dem 19. Jahrhundert überkommenen bunten Uniformfarben des Militärs ab. Andererseits steht Grau auch für Eleganz: Graue Kleidung wird mitunter als vornehm betrachtet, gerade weil sie farblich kein großes Aufsehen erregt und „vornehme Zurückhaltung“ signalisiert.
Grau steht auch für Sachlichkeit und einen gewissen Mangel an Lebendigkeit und Esprit, der ermüdend wirken kann. Die Farbe wird daher gern mit der Bürokratie assoziiert und überhaupt mit trockenen, öden, monotonen, faden, unoriginellen, phantasie-, stimmungs-, spannungs- und reizlosen Stoffen, Eigenschaften oder Erscheinungsformen in Zusammenhang gebracht.
Zwischenton
Grau ist weder Weiß noch Schwarz und hat so die Bedeutung von Zwischentönen, im übertragenen Sinn von Zwischenwerten.
In der Grauzone befindet sich das Undefinierte, das weder schlecht schwarz noch gut weiß ist.
In diesem Sinne steht Grau auch für Neutralität und Unparteilichkeit.
Der graue Markt englisch grey market ist ein Markt, der nicht legal, aber nicht eigentlich illegal ist.
Der Grauimport liegt zwischen dem legalen Handel und dem Schmuggel.
Die Graue Literatur ist die nicht über den Buchhandel verfügbare Literatur.
Graubrot ist das Mischbrot aus weißem Weizen- und „schwarzem“ Roggenmehl.
Das Morgengrauen ist der Übergang von der dunklen Nacht zum hellen Tag.
Grauware ist die Gebrauchskeramik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, die grau und grob im Gegensatz zum feineren Porzellan oder der Fayence ist.
Geister
Nebelgestalten, wie Geister oder ruhelose Tote haben in vielen künstlerischen Darstellungen die Farbe Graund Sie befinden sich in einem Zustand zwischen Leben Weiß und Tod Schwarz . Der Nebel verhüllt die klaren Farben des Sonnentages und unterstützt eine mystische, entrückte Sicht durch sein Graund
Alter
Da das Haar durch die nachlassende Produktion des Pigments Melanin immer heller wird, werden graue Haare als Zeichen für fortgeschrittenes Alter gewertet. Dieser Effekt tritt auch bei vielen anderen Säugetieren ein. Obwohl der Ausdruck „graues Haar“ gebräuchlich ist, wird das einzelne Haar nicht grau, sondern weiß. Solange die Farben der anderen Haare durchscheinen, erscheint das „weiße Haar“ in einem Grauton. Erst wenn alle Haare weiß sind, wozu es bei den meisten Menschen aber nie kommt, erscheint das Haupthaar schlohweiß. Das ergraute Haar zeigt einerseits Dominanz durch Erfahrung, wie bei graue Eminenz oder grauer Wolf, aber auch ein Ausscheiden aus dem Kampf um Fortpflanzung. Diese Ambivalenz von Bedrohung und Harmlosigkeit drückt die Wendung aus, wobei Alter mit Ehrfurcht gekoppelt ist. Die übertragene Bedeutung findet sich bei graue Vorzeit.
In der politischen Farbenlandschaft wurde diese Farbe von der Partei Die Grauen – Graue Panter gewählt, der Partei, welche die Interessen der Senioren, sprich der Ergrauten, vertritt.









































